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8 kwietnia 2017
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1 maja 2014
 
  • Anreise und Unterkunft im Hotel in Breslau
  • Kulturhauptstadt

Stadtbesichtigung von Breslau - auf der Route der wichtigsten, architektonisch und historisch interessantesten Bauwerke: gotische und barocke Kirchen, die Universität mit Aula Leopoldina und dem Musiksaal Oratorium Marianum, Breslauer Jugendstil und Moderne, die Jahrhunderthalle (UNESCO).

Die Geschichte von Niederschlesien war schon immer sehr turbulent. Bereits im Altertum war die Region durch die keltischen, slawischen, germanischen und sogar kaukasischen Stämme bewohnt. Trotz so großer Vielfalt verlief der erste „Kulturaustausch“ ungewöhnlich friedlich. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Stadt durch die unterschiedlichen Einflüsse geprägt, weil sie abwechselnd zu Polen, Tschechien, Österreich und Deutschland gehörte. Diese Situation musste zu deren Multikulturalität führen, die das Wahrzeichen von Breslau wurde. Seltene Streitereien zwischen den Einwohnern, die unterschiedlichen Konfessionen oder ethnischen Gruppen angehörten, haben die Gemeinschaft, die sie gebildet haben, nie bedroht. Die Lage im Herzen Europas hat Breslau ausgezeichnet genutzt, vor allem als Handelsstadt.
Auf dem größten Marktplatz Europas gab es eine Vielzahl von jüdischen, deutschen, polnischen und sogar arabischen Kramläden. Die Stadt wurde zum Bindeglied von Kulturen, Richtungen und Religionen (das beste Beispiel dafür ist heute das Vier-Konfessionen-Viertel), gleichzeitig mit großer politischer und wirtschaftlicher Autonomie. Dank dieser Stadtpolitik konnten in Breslau so viele wunderbare Kirchen verschiedener Konfessionen, Handelsplätze sowie Zentren der weltlichen und geistlichen Macht entstehen. Die Hauptstadt von Schlesien war reich; unabhängig davon, unter welchem Herrschaftsbereich sie sich auch gerade befand. Breslau entwickelte sich so kontinuierlich unter jeder Gesetzgebung und Verwaltung. Schon vor dem 2. Weltkrieg war Breslau eine kosmopolitische Stadt, mit zahlreichen Warenhäusern und modernsten Bauwerken, die mit Berlin vergleichbar waren. Das Kriegsende war für Breslau besonders tragisch. Die seit Jahrhunderten blühende Stadt mit seinen einmaligen Sehenswürdigkeiten lag in Trümmern. So hat Breslau den höchsten Preis für den Kampf zwischen zwei verbrecherischen Ideologien –Kommunismus und Nationalsozialismus- bezahlt. Viele haben geglaubt, Breslau würde sich nie wieder aus diesen Trümmern erheben können. Zum Glück haben sich diese Befürchtungen aber nicht bewahrheitet. Die Stadt wurde sehr schnell wieder aufgebaut und heute ist sie wahrscheinlich schöner denn je. Sogar das Hochwasser von 1997 konnte das nicht ändern. Da gibt es wohl eine gewisse Macht, die die Stadt schützt. Vielleicht ist es die positive Energie der Bürger von Breslau; vielleicht nur ein Zufall, vielleicht aber wird die Stadt von ihren kleinsten Bewohnern, den Breslauer Zwergen, die sich immer häufiger den Besuchern in allen Stadtteilen sehen lassen – behütet… Man kann sich schlecht einen besseren Kandidaten für die Europäische Kulturhauptstadt vorstellen, als die Stadt, die die Multikulturität in ihrer tausendjährigen Geschichte bewiesen hat.

  • UNESCO – Kirche in Schweidnitz, Schloss Fürstenstein

Die Friedenskirche (Dreifaltigkeitskirche) in Schweidnitz ist ein historisches sakrales Gebäude, eins der drei Bauwerke in Niederschlesien aus der UNESCO – Kulturwelterbe-Liste. Die Friedenskirchen in Schweidnitz und Jauer sollten nur ein paar Jahre überdauern, funktionieren aber schon 350 Jahre und sind die grössten Kirchen aus Holz, Lehm, Sand und Stroh in Europa. Viele Jahre vernachlässigt und vergessen, sind sie jetzt restauriert und dienen den Gläubigen.
Das Schloss Książ (Fürstenstein) befindet sich innerhalb der Verwaltungsgrenzen von Wałbrzych [Waldenburg] in Niederschlesien. Das ehemalige Schloss Fürstenstein („Perle Schlesiens"genannt) ist das größte Schloss Schlesiens, das drittgrößte Polens und eines der größten Schlösser Europas. Das heutige Schloss unterscheidet sich deutlich von dem aus vergangenen Jahrhunderten. Im Mittelalter war Fürstenstein eine typische mittelalterliche Burg, die eine wichtige Schutzfunktion im System der Burgen entlang der Grenze der Piast-Fürstentümer spielte. Schloss Książ [Fürstenstein] ist das am schönsten gelegene Schloss Polens. Sowohl seine außergewöhnliche Geschichte als auch die atemberaubende Lage verursachen, dass man den Aufenthalt in dem Komplex stundenlang genießen kann. Die letzten Informationen über den so genannten „goldenen Zug” verleihen diesem Platz zusätzlich eine Atmosphäre des Geheimnissvollen.